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Familienzelte im Test

Familienzelte im Test

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ZeltWir haben Familienzelte für Sie begutachtet . Weil sie immer beliebter werden. Wer einen Gang über den Campingplatz macht, sieht auf den ersten Blick, wie sehr sich diese großen Zelte in kurzer Zeit durchgesetzt haben, und immer größerer Beliebtheit erfreuen.
Der Erfolg der mobilen Riesen ist kein Wunder. Bieten sie doch viel Platz für vier bis acht Leute. Und das, ohne den Kofferraum zu sprengen.Zwei normale Zelte nehmen annähernd soviel Platz weg wie ein Familienzelt. Und es ist ja auch nicht vorgesehen, diese Zelte stundenlang im Rucksack durch die Gegend zu tragen. In aller Regel werden sie aus dem Auto genommen und wenige Meter daneben aufgebaut. Sie sind eher Wohnwagen-Ersatz als "nur" Zelt.
Meist sind die von uns begutachteten großen Zelte so aufgeteilt, dass links und rechts vom Eingang eine Schlafkammer für jeweils zwei oder mehr Personen ist. Zwischen den Kammern liegt der Hauptraum, in aller Regel mit Stehhöhe (also ca. 190 cm hoch), mehr oder weniger groß. Waren die Familienzelte anfangs meist Kuppelzelte, geht der Trend neuerdings hin zu Zelten, die eher der Tunnelform entsprechen, wo sich die Stangen also nicht kreuzen (wie bei Kuppeln), sondern parallel verlaufen.
Gewicht und Packmaß
Dass diese Zelte natürlich mehr wiegen als ein Zweipersonen Leichtzelt ist selbstverständlich. Aber das Plus an Komfort hat nun einmal sein Gewicht. Aber auch innerhalb der Familienzelte sind die Gewichtsunterschiede recht groß. So wiegt das schwerste Zelt (Mehler) stolze 17 Kilo. Das leichteste (Exped) wiegt dagegen nur knapp acht Kilo. Die meisten Zelte liegen um die zwölf Kilo. Ein Gewicht, das akzeptabel ist. Der Gewichtsunterschied hat zwei Hauptgründe. Das Mehler hat als einziges Zelt einen kompletten Boden, noch dazu aus recht robustem (und schwerem) Material. Alle anderen Zelte haben nur in den Schlafkammern Böden. Zudem hat das Mehler ein Gestänge aus Fiberglas (mit fünf langen Stangen) und es ist sehr groß. Mit einem Alugestänge (das bei Mehler leider nicht mehr zu haben ist) wäre das Zelt wahrscheinlich ein bis zwei Kilo leichter.
Gestänge
Das Herzstück oder besser das Skelett des Zelts ist das Gestänge. Ihm kommt bei der Stabilität eine entscheidende Aufgabe zu. Die meisten Testzelte verfügen über ein Alugestänge. Neben dem Mehler hatten nur noch das Plus-Zelt sowie das Lafuma ein Fiberglasgestänge. Das ist vor allem billiger. Ansonsten hat Fiberglas gegenüber Alu nur Nachteile. Es ist schwerer und weniger stabil. Die einzelnen Fiberglaselemente werden durch Metallhülsen miteinander verbunden. Die Kanten verhaken sich gern beim Einführen des Gestänges in die Kanäle. Besonders problematisch ist das bei Gestängekanälen, die unterbrochen sind. Auch sind die Verbindungen der einzelnen Elemente sehr lose, was wiederum Auf-, aber auch Abbau erschweren kann. Gern rutschen die einzelnen Gestängeelemente aus den Hülsen. Die Verbindungen von Alugestängen hingegen klemmen eher etwas. Außerdem haben die Alugestänge (meist) keine Kanten. Um Gewicht zu sparen, dimensionieren die Hersteller die Gestänge in unterschiedlichen Durchmessern. Die Übergänge der Durchmesser bilden bei den Salewa-Gestängen eine Kante, die sich auch gerne verhängt.Bei den anderen Herstellern sind die Übergänge abgeflacht, was deutlich weniger "flutscht". Zum Einführen sind gerade Gestänge wesentlich leichter als solche, die schon vorgebogen sind.Stark vorgebogene Stangen lassen sich naturgemäß am schlechtesten einschieben. Als recht gut haben sich die Gestängekanäle von Vaude erwiesen. In dem Netzmaterial gleiten die Alurohre besonders gut. Das hochwertigste Gestänge hat das Zelt von Helsport. Bei den Familienzelten werden die Gestänge in der Regel allerdings nicht so belastet, dass es wirklich das absolute High-Tech-Rohr sein muss. Wichtiger fanden wir eine farbliche Markierung der einzelnen Gestängebögen, die man dann auch an den Gestängekanälen am Zelt wiederfindet. Das erleichtert den Aufbau ungemein. Eine etwas einfache Markierung hat Mehler wo bunte Punkte auf die Gestängeenden geklebt wurden. Besser als nichts, aber wie lange soll so etwas halten? Die besten Markierungen sind jene, bei welchen das gesamte letzte Element des Bogens farblich markiert ist. Zu finden bei Big Pack, Tatonka, Wolfskin und Vaude. Da kann nichts übersehen werden oder verloren gehen. Salewa hat die äußersten Spitzen des Gestänges markiert. Etwas weniger markant, aber auch immer noch funktionell. Am meisten haben wir uns bei Lafuma gewundert. Die kompletten Gestängebögen waren farblich markiert, an sich das Optimum an Kennzeichnung. Aber dann gab es vier gelbe Stangen, die unterschiedlich lang waren. Anscheinend eine Markierung ohne Bedeutung oder ein Versehen. Außerdem waren am Ende zwei Stangen übrig. Die hätten außen noch in Kanäle gehört, diese waren aber mit Ösen versehen und zugenäht.
Aufbau
Hat man die richtigen Stangen nach einigem Hin und Her in die passenden Kanäle eingeschoben (nachdem man das Zelt möglichst übersichtlich ausgelegt hat), muss das Zelt irgendwie gespannt bzw aufgestellt werden. Das geht grundsätzlich bei den Zelten, bei denen die Gestänge parallel verlaufen (Tunnelzelte), einfacher. Bei Kuppelzelten, bei denen sich Stangen kreuzen, sind mindestens zwei Personen und etwas Vorsicht nötig. Nach dem Spannen der Stangen muss das Gestängeende in einer Halterung fixiert werden. Dafür gibt es drei verschiedene Systeme. Eigentlich funktionieren alle ganz gut. Am besten hat uns die einfache, aber effektive Halterung bei Tatonka gefallen. Die Stangen werden in einen an einem Ende geschlossenen Kanal eingeschoben und ohne große Mühen in den Gestängeschuh gesteckt. Dieser ist in der Länge verstellbar, so dass man ihn zum Aufbau auf "ganz lang" einstellt, beim Abspannen des Zeltes dann aber gut justieren kann. Die Längenverstellung der Gestängeaufnahmen findet sich auch bei den meisten anderen Zelten. Nicht ganz so gut hat das System von Exped funktioniert. Denn die Metallhülse, die lose in einer festen Tasche steckt, schob sich immer wieder heraus.Eine Frage der Zeit, bis sie verloren geht. Am besten das Gestänge direkt in die Nylontasche stecken. Sind alle Stangen in Position, braucht man wenigstens acht Häringe. Auch Kuppelzelte müssen ( im Gegensatz zu Zweipersonen Kuppelzelten ) abgespannt werden. Sicherlich stehen sie irgendwie auch ohne Abspannungen (anders als die Tunnelzelte, die flach am Boden liegen), wirklich zu gebrauchen sind sie so aber nicht. 
Platzangebot, Komfort
Nach dem Aufbau kommt das Aha-Erlebnis. Jedes Zelt verfügt über ziemlich viel Raum. Spitzenreiter waren die Zelte von Mehler, Helsport, Salewa und Tatonka. Die meisten Leute finden im Helsport und Tatonka Platz - je acht Personen können hier drin gut schlafen. Allerdings reicht für die der Aufenthaltsraum nicht. Knöpft man eine Schlafkammer raus, ist noch immer für vier Personen Platz, und dann hat auch der Aufenthaltsraum ausreichende Größe. Vier Leute und eine Campinggarnitur sollten im Aufenthaltsraum Platz finden.Die größten Aufenthaltsräume haben die Zelte von Mehler und Salewa, aber auch bei den Kuppelmodellen von Big Pack und Vaude finden vier Personen mit Stühlen Platz.In allen Zelten lassen sich die Kammern variabel ein- oder ausknöpfen. Eine feine Sache. Beim Mehler sind allerdings die Kammern keine richtigen Kammern, sondern nur Separees. Am Boden sind die Vorhänge nicht fixiert. Dafür kann man auch im Aufenthaltsraum schlafen, und zwar mit Boden und geschützt vor Moskitos.Normal sind zwei Kammern für je zwei Personen. Bei einigen Zelten gibt es eine größere und eine kleinere Kammer. Optimal für Familien mit Kindern. Zu finden bei Wolfskin, wo die große Kammer Platz für vier Personen bietet, die kleine für zwei Personen. Ähnlich bei Exped. Allerdings ist hier die kleine Kammer wirklich nur für zwei Kinder geeignet. Zumal die Wand der Kammer trotz optimalen Aufbaus recht schlaff herunter hing. Übrigens ein Problem bei vielen der eingehängten Innenzelte. Oftmals sind diese nur an wenigen Punkten mit dem Überzelt verbunden und hängen gerne durch. Dafür bietet dieses System den Vorteil, dass Innenzelt und Überdach nicht separat aufgebaut werden müssen. Lediglich beim Mehler verlief das Gestänge am Innenzelt, das Außenzelt musste darüber gespannt werden.
Luft und Licht
Luftkanäle und Klappen haben alle getesteten Modelle, aber damit kann nur schwerlich das ganze Zelt belüftet werden zumindest nicht, wenn alle Schlafplätze belegt sind. Gut zur Belüftung sind zwei Eingänge. Beide nicht ganz geschlossen, bieten sie einen leichten Zug. Optimal ist die Wolfskin-Lösung mit zwei Eingängen und einer "Dachluke", die zum einen den Blick zu den Sternen, zum anderen eine gute Belüftung garantiert. Auch gut ist die Lösung von Salewa. Ein riesiger Eingang vorne und eine Art Hintereingang, der eine Lüftung längs der Schlafkammern ermöglicht.Die Farbe der Zelte macht die "Stimmung" im Inneren aus. Im Exped mit seinem angenehmen Orange hat man stets das Gefühl, dass die Sonne scheint. Es ist besonders hell und freundlich. Ziemlich dunkel war das Lafuma, dafür war es trotz der dunklen Außenfarbe im Inneren kühler als in den anderen Zelten.
Preis
Bleibt zuletzt noch der Preis. Unschlagbar natürlich das Zelt vondiversen Kaufhäsern für ganze 79,90 Euro. Allerdings fällt das Zelt gegenüber den anderen Modellen qualitativ sehr stark ab. Sowohl in der Verarbeitung als auch beim Material. Aber wer nur mal eben mit der Familie nach Spanien fährt ist damit gut bedient und nach dem Urlaub vermachen Sie es dem Nachwuchs um im Garten ein Wochenende zu verbringen. Am Ende der Preisskala steht das Zelt von Helsport mit stolzen 1022 Euro. Die Materialien sind hervorragend, die Verarbeitung auch. Als echtes Familienzelt scheint es uns aus verschiedenen Gründen (Material und Handling) aber nicht ganz so gut geeignet zu sein. Eher als Basislagerzelt bei Expeditionen oder für Extrem-Familien (oder Gruppen), die ein vor allem hochwertiges und zuverlässiges, großes Zelt haben wollen.
Und der Rest?
Der liegt in der weiträumigen Preisspanne zwischen 400 und 800 Euro. Das Salewa hat unserer Meinung nach das beste Preis/Leistungsverhältnis. Die beiden Familien-Tunnelzelte von Wolfskin und Tatonka kosten dasselbe. Beim Vergleich der beiden ähnlichen Kuppelzelte von Big Pack und Vaude schneidet das Vaude Modell sowohl in der Leistung als auch im Preis besser ab. Die Kuppel von Mehler ist riesig, hat aber das entsprechende Gewicht. Mit Sorgfalt bei der Auswahl und dem Wissen im Hinterkopf, wofür das Zelt herhalten soll, kann unter den Zelten, jeder seine Traumvilla finden.

Hier geht es zur SHOPLINKLISTE ! Tipps

ExpedExped Big Bear
Preis 699,00 €
Gutes Zelt mit interessanter Geometrie. Allerdings verlangt ein perfektes Aufstellen recht viel Tüftelei. Die kleine Kammer bleibt sehr labbrig. 

SalewaSalewa Family Sun
Preis 499,00 €
Großes Zelt mit großem Aufenthaltsraum. Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis 


Helsport
Helsport Femund Family
Preis 1022,00 €
Zelt aus sehr guten Materialien. Von Gebrauchswert und Handling eher ein Expeditions-Basislager-Zelt als ein Familienzelt. 


Lafuma
Lafuma Toundra 4
Preis 419,00 €
Recht schweres Zelt, aber für den Preis trotz einiger Fertigungsmängel, ganz ok. 


Jack WolfskinJack Wolfskin Southfork
Preis 729,95 €
Zelt mit sehr guten Detaillösungen. Sehr funktionell und sehr gut variabel.Sehr familientauglich 


MehlerMehler Touring (Die Firma Mehler scheint es nicht mehr in dieser Form zu geben.) Darauf machte uns ein freundlicher Benutzer unserer Seite aufmerksam. 
Preis 399,00 € ( scheinbar nicht mehr erhältlich, nur gebraucht )
Das mit Abstand schwerste Zelt im Test. Für den reinen Campingeinsatz durchaus geeignet. Riesige Grund - Fläche. 

VaudeVaude Base Dome III
Preis 649,00 €
Klassisches und gutes Familienzelt. Wer lieber ein Kuppelzelt mag ist mit dem vaude bestens bedient. 


TatonkaTatonka Family Trek
Preis 729,95 €
Ein sehr großes Zelt, leider stehen die Schlafräume im Missverhältnis zum Aufenthaltsraum. Leicht aufzubauen und für die Größe recht leicht. 


Feldten Nahtdichter gibt es in Fachgeschäften für Outdoor- und Trekkingbedarf. Die 100 ml WB-Pinseldose kostet 7,90 Euro (inkl. MwSt., unverbindliche Preisempfehlung).
Infos zum Artikel unter..... www.feldten.de

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Kommentare  

 
+2 #3 sarek60 2010-05-29 10:56
Man kann nur hoffen das dies ein Einzelfall war. Danke für diesen Hinweis Ich denke es liegt auch ein wenig an dem Laden der die Garantie zu vertreten hat. Wer hat den schon mal ähnliche Probleme gehabt.
Kann auch gerne in unserem Forum diskutiert werden ... www.outdoor-aktiv.com/index.php?option=com_agora&Itemid=84
 
 
+2 #2 Nemo 2010-05-27 20:23
Bilder sagen manchmal mehr als Worte. Bitte schaut euch meine Bilder an bevor ihr euch für ein Tatonka Zelt entscheidet.
http://www.flickr.com/photos/50624539@N06/sets/72157624149582942/
Bei dem Garantiefall hat unser Trekking Laden auch nur auf kleiner Flamme gekocht. Die haben scheinbar alle Angst vor den Herstellern inzwischen.
Gruß, Stefan
 
 
+2 #1 sarek60 2010-05-16 13:02
Das ist unsere meistgelesenste Seite es interessiert doch viele.
Also warum nicht in unserm Forum Fragen stellen es gibt bestimmt einige die Erfahrungen mit Familienzelten haben.
Gruß euer Admin

Forumwww.outdoor-aktiv.com/index.php?option=com_agora&task=forum&id=23&Itemid=84
 

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