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Hohe Tatra

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Wanderung durch die Hohe Tatra

Tatra 1Kurzfristig entschloss ich mich mit einem Freund eine Wanderung durch die Hohe Tatra zu machen. Wir entschieden uns mit dem Zug anzureisen, was sich im nachhinein als ganz gut herausstellte. An einem sonnigen Sonntagmorgen starteten wir hier in Wolfen mit dem Wochenendticket der Deutschen Bahn nach Leipzig und dann weiter nach Plauen. Hier stiegen wir als einzigste aus der überfüllten Regionalbahn aus, die weiter nach Bayern fuhr. Mit der hochmodernen Vogtlandbahn (auch hier gilt das WET) fuhren wir dann bis nach Cheb in Tschechien. Hier sollten wir laut Fahrplan genau 13 Minuten Zeit haben. Wir tauschten schnell ein paar Kronen und kauften uns ein Anschlussticket von Pilzen nach Prag hn. l. (62 CK/Person = 1,94 €), da das WET noch einen erweiterten Geltungsbereich in Tschechien hat. Ein schöner alter Zug fuhr dann bis Prag, wo wir dann 4 Stunden Zeit hatten uns die Stadt ein bisschen näher anzuschauen und bei McDonalds einzukehren. Wir kauften dann unsere Tickets für den Nachtzug nach Poprad (1799 CK für beide = 56 €). Eine halbe Stunde vor Abfahrt des Zuges kamen wir dann an und es war anscheinend schon etwas zu spät. Die beiden nicht reservierungspflichtigen Wagen waren schon voll - so sagte man uns zumindest und wir sollten doch aussteigen. Irgendwo haben wir dann aber eine leere Kabine gefunden (obwohl uns gesagt wurde, dass da kein Platz mehr wäre). Da hatten wir dann doch ein lauschiges Plätzchen gefunden, welches wir bald mit netten Slowaken und Slowakinnen teilten. An der Grenze nachts um 4 wurden wir dann noch mal von Grenzbeamten unrühmlich geweckt und diese verpassten mir dann auch gleich einen Erinnerungsstempel in meinen Reisepass. Cool.



Tatra2Morgens kamen wir dann in Poprad/Tatry an, wobei wir noch Glück hatten, dass wir es nicht verschlafen hatten, und konnten gleich loslegen. Nachdem wir die Bahnhofstoilette zur Morgenwäsche nutzten und erste Kronen ertauschten, begaben wir uns erst einmal direkt in das Touristikzentrum von Poprad, wo wir einen Hüttenführer und eine neue Wanderkarte von der Hohen Tatra kauften. Mit den Arbeitszeiten scheinen es die Leute dort auch etwas lockerer zu sehen als in Deutschland, denn die Mitarbeiter des Infozentrums kamen erst etwa 20 min nach der offiziellen Öffnungszeit. Gut ausgerüstet, machten wir uns dann zurück zum Bahnhof, um mit der ziemlich überfüllten Tatrabahn Richtung Stary Smokovec (1010 m) und von dort nach Tatranska Lomnica (850 m) zu fahren. Dort verteilten sich dann die meisten Leute und wir beschlossen hoch zur Skalnata Chata zu laufen, anstatt die Seilbahn zu nehmen. Bei wunderschönem Wetter hatten wir uns da einen anstrengenden Aufstieg zum Auftakt ausgesucht, wo man die meisten Leute mit der Seilbahn an sich vorbeirauschen sah. Nach ungefähr 3 Stunden erreichten wir dann endlich die erste Hütte, wo wir uns stärken und die wunderschöne Aussicht ins Tal genießen konnten. Aufgrund der Seilbahn herrscht hier ein doch reger touristischer Verkehr, aber wir ließen es uns nicht nehmen unsere Füße im Skalnate Pleso (1751 m) zu kühlen. Von hier fährt dann auch eine Seilbahn hoch zum Lomnici Stit (2634 m). Deutsche Touristen erzählten uns, dass sie 4 Stunden warten mussten bis sie hochfahren konnten, da immer nur eine Kabine fuhr, weil das Tragseil von hier bis zur Spitze frei hängt. Daher machten wir uns weiter auf den Weg zu unserer ersten Übernachtung, der Chata Pri Zelenom Plese. Der Weg war zunächst nicht sehr steil und führte über mehrere Geröllfelder auf den Sedlo pod Svistovka (2023 m) . Hier kann man nun noch den nahegelegenen Gipfel den Velka Svistovka (2037 m) besteigen und eine super Rundumsicht genießen. Nun begannen wir mit dem Abstieg ins Tal, wo mir zum ersten mal richtig mulmig wurde (zumal ich noch eine Versorgungstüte in der Hand trug, was nicht sooo toll war, wie man sich leicht vorstellen kann). Der Weg war steil, steinig und schmal. Vorher wurden wir von deutschen Touris vorgewarnt, dass wir noch mit Ketten zu kämpfen haben werden und so kam es dann auch. Unter Einsatz aller Kräfte überwanden wir diese Stelle in aller Ruhe auf dem Hosenboden (zumal die Ketten leider teilweise etwas ungünstig angebracht waren). Hier war dann auch der Punkt, wo wir das erste Mal unsere 20 kg Reisegepäck auf dem Rücken verfluchten. Aber das alles war auch wieder ganz schnell vergessen, als wir einen kleinen idyllischen See fanden, in dem sich herrlich die umliegenden Berge spiegelten. Kurze Zeit später erreichten wir die Chata Pri Zelenom Plese (1551 m, 912 SK = 22 Euro für beide inkl. Frühstück, Dusche und Kurtaxe). Wie wir hier erfuhren, sollte der Weg, den wir hierher ins Tal wählten, normalerweise als Aufstieg genutzt werden, da der Abstieg ziemlich gefährlich ist. Sei es drum. Wir bekamen ein 4-Bett Zimmer - freundlicherweise eines, in dem schon zwei andere Deutsche schlafen sollten, mit denen wir uns dann auch prächtig verstanden. Aber zunächst war Duschen und das Trocknen unserer durchgeschwitzten Sachen angesagt - nicht zu vergessen das ausgiebige Abendbrot. Allgemein muss man hier sagen, dass es in den Hütten eigentlich immer das gleiche zu Essen gab. Nachdem wir uns noch ein wenig nett mit den anderen beiden unterhalten hatten, schlummerten wir dann irgendwann total erschöpft in den urigen Betten ein.  

tatra4Der nächste Morgen war herrlich, als die Sonne so langsam ins Tal hereinbrach, doch diese Freude währte nur bis nach dem Frühstück als es dann erst mal wie aus Kübeln geschüttet hat. Das Wetter in den Bergen kann sehr sprunghaft sein. Als sich der Regen gelegt hatte, brachen wir zusammen mit unseren neuen Freunden auf, da sie dieselbe Route geplant hatten, und zu viert ist es ja bekanntlich lustiger als zu zweit. Wir hatten uns für heute vorgenommen, bis ins Javorinatal zu kommen und dort in der Wildnis zu nächtigen. Der matschige Weg führte uns zum Biele Pleso und dann weiter Predne Kopske Sedlo (1835 m). Von hier liefen wir weiter bis zur nächsten Weggabelung am Kopske Sedlo (1750 m), ließen dort unsere Rucksäcke liegen und stiefelten hoch auf den Sieroko Sedlo, von wo aus man einen schönen Blick in das Zadnetal hatte. Das Wetter hielt sich zu diesem Zeitpunkt einigermaßen und es sollte auch nicht mehr schlimmer werden. Wir liefen dann wieder runter und drangen in das grüne Tal ein, wo wir dann auch irgendwo Mittagsrast machten. Der Weg führte durch grüne Wiesen, es regte sich überall etwas, später dann, auch durch den Schatten der Bäume - es gab viele kleine Quellen und man konnte das Wandern bei frischer Waldluft genießen! Am späten Nachmittag erreichten wir dann das Forsthaus Pod Muranom, von wo aus wir ins Javorina Tal (1083 m) abbogen. Der erste Teil diese Weges war nicht so toll, da hier Abholzungswirtschaft betrieben wurde. Pfui. Nach ein paar hundert Metern legte sich das aber und wir liefen wieder im Wald. Nun war es auch langsam an der Zeit einen Platz zum Schlafen zu finden. Irgendwann sahen wir etwas abseits vom Weg eine Schutzhütte, welche sich als fast idealer Schlafplatz herausstellte. Sie war zwar verschlossen, hatte aber einen kleinen überdachten Terrassenvorbau und ein Plumpsklo. Dann gab es noch leckere Nudeln mit Knoblauch und Zwiebeln und die Betten wurden gebaut. Mit Hilfe von Feuerholz wurde die Terrasse erweitert und mit diversen Tüten, Isomatten und Luftmatratzen gepolstert. Leider begann es dann mitten in der Nacht zu gewittern, was dann nicht so angenehm war, aber die Morgensonne hat ja alles wieder schnell trocknen lassen...

... nach einem spärlichen Frühstück, machten wir uns am nahe gelegenen Bach etwas frisch (welche Idylle..), räumten unsere Sache zusammen und versuchten die Hütte möglichst so zu verlassen, wie wir sie vorgefunden hatten. Auf unserem weiteren Weg begegneten wir einem Bergführer, der uns noch mal darauf hinwies, dass es nicht gestattet sei, in der Natur zu übernachten. Also nichts wie auf zur Teryho Chata, unserem heutigen Tagesziel. Der nun folgende Aufstieg hoch zum Sedlo Sedielko (2376 m) führte durch eine sehr beeindruckende Gebirgsformation und schien gar nicht enden zu wollen. Auch machte uns das Gepäck wieder mächtig zu schaffen. Als wir am frühen Nachmittag endlich oben waren, hatten wir gemischte Gefühle. Erstens hatte es sich mächtig zugezogen und zweitens sah der erste Teil des Abstiegs zur Hütte richtig gefährlich aus. Als es dann auch noch anfing zu Gewittern wurde es höchste Zeit loszumarschieren. Man möchte ja nicht als Blitzableiter für den Berg dienen. Der Regen machte den Weg dann auch nicht ungefährlich und das Herz rutschte mir das ein ums andere mal in die Hose. Es war schon ein komische Gefühl, wenn einerseits von oben Steine an einem vorbeirollen und man anderseits fast jeden Stein, an dem man sich festhalten wollte, plötzlich in der Hand hat! Adrenalingepuscht gelangten wir dann aber alle mit mehr oder weniger Blessuren und total durchnässt unten an und der Regen hörte natürlich just in diesem Moment auf. Dann folgte noch ein leicht zu bewältigender Weg bis zur Teryho Chata (2015 m ), wo man uns dann bereits erwartet hatte und wir das beste Zimmer von allen bekamen (308 SK = 7,50 € pro Person inkl. Frühstück). Dann war wieder Sachen trocknen angesagt und danach wurde wieder mal etwas richtig Herzhaftes gegessen. Diese Hütte ist neben der Rysyhütte, eine der Hütten, die ausschließlich durch die Lastenträger versorgt werden. Und wenn man so sieht, was die Leute da täglich hoch tragen, dann erscheinen unsere 20 kg auf einmal ganz wenig. Dann fielen wir nur noch erschöpft in einen tiefen Schlaf.


WasserfallAm nächsten Morgen trennten sich unsere Wege für einen Tag. Wir beide wollten wieder mal in eine Stadt, um unsere Nahrungsvorräte wieder aufzufüllen, während die anderen beiden über die Hochpässe zum Berghotel Slieszky Dom kommen wollten. Das Wetter war einfach nur herrlich. Unseren ersten Zwischenstopp machten wir dann an der Zamkovskeho Chata (1475 m), eine sehr schön im Wald gelegene Hütte. Von hier aus suchten wir uns einen Weg nach Hrebeniok (1285 m), wofür man einfach nur den vielen Leuten entgegenlaufen musste. Hrebeniok selber erinnerte dann schon so ein bisschen an ein Urlaubszentrum und wir gingen nach dem Mittag auch gleich weiter entlang der Bahnschienen nach Stary Smokovec (1010 m), wo wir für 5 € unsere Vorrate auffüllten. Wieder voll bepackt, wanderten wir im 30/10 Takt (30 min laufen, 10 min Pause) bis zu unserem Ziel, dem Berghotel Sliezsky Dom (1670 m ), welches wir am späten Nachmittag erreichten. Wir bekamen gleich ein Vierbettzimmer mit Dusche (368 SK pro Person = 8,76 €), die dann gleich mal intensiv genutzt wurde - es gab sogar Warmwasser, welches ungefähr 2 Grad wärmer als das kalte war, wobei dieser Eindruck auch täuschen kann. Während wir auf unsere Freunde warteten, kam dann das ZDF-Fernsehen vorbei und drehte eine Reportage über die Hohe Tatra für das Frühstücksfernsehen, welche dann, mit Verlaub, etwas mager ausfiel. Später kamen die anderen beiden dann auch an und sie checkten mit in unserem Zimmer ein. Ihre Tour war etwas härter als unsere gewesen, mit erheblich mehr zu bewältigenden Höhenmetern und auch ein paar Kettenklettertouren!

Am nächsten Tag trennten wir uns wieder, allerdings eher unfreiwillig. Ich beschloss mit den anderen beiden am See zu frühstücken, während es mein Freund vorzog, im Hotel zu speisen. Das führte dann dazu, dass er uns am See übersehen hatte und einfach loslief. Wir Zurückgebliebenen suchten ihn natürlich und fragten jede Menge Leute, aber keine wusste etwas. Dummerweise hatte ich seine Handynummer auch nicht dabei. So hinterließen wir dann eine Nachricht am Hotel und machten uns auf den Weg über die Tatranska Magistrala zum Popradske Pleso. Leider war es sehr neblig und man konnte wenig bis gar nichts sehen. Entgegenkommende Leute bestätigten uns immerhin, dass sie unseren "Ausreißer" gesehen hatten. Nach einer kurzen Rast am idyllischen Batizovske Pleso (1884 m) erreichten wir dann den Sedlo pod Ostrvou (1966 m ) von dem es dann runter zum Popradske Pleso (1494 m) ging. hier klärte es auch etwas auf und man konnte den See in seinen Umrissen erkennen. Unten angekommen hatten wir dann Sonne pur, aber unser Vermisster war vor 20 min hier von der Chatapri Popradskom Plese aufgebrochen. Ich beschloss ihm nach Richtung Strbske Pleso zu folgen und verließ die anderen beiden in Eile, um ihn einzuholen. Die beiden wollten dann weiter über den Rysy nach Polen. Auf dem Weg nach Strbske Pleso (1346 m) begegnete ich einer Truppe aus deutschen Touristen, die auch einen Landeskundigen dabei hatten, aber auch er konnte mir bei meinem Problem nicht weiterhelfen und ich verlor wieder jede Menge Zeit. Gegen 17 Uhr erreichte ich dann die Touristenhochburg und hier war es dann so voll, dass es völlig hoffnungslos war, ihn hier zu finden. Also sprach ich eine deutsche Familie an und durfte mit ihrem Handy telefonieren (falls Sie es hier lesen sollten, vielen Dank noch mal an dieser Stelle). Nachdem ich dann seine Nummer hatte und bei ihm anrief, war, wie es kommen musste, gerade besetzt. Ich entschloss mich dazu erst einmal etwas zu essen, denn ich hatte seit dem schönen und schicksalhaften Frühstück am See nichts mehr gehabt. Danach ging ich in ein Hotel und versuchte noch mal mein Glück. Beim telefonieren kam ich kaum hinterher, die Münzen nachzuwerfen. Ich erfuhr jedenfalls, dass er auf der Chata pod Soliskom (1840 m) auf mich wartete. Er gab mir den Tipp mit dem Sessellift zu fahren, ich müsse mich aber beeilen. Das Dumme war nur, dass ich genau auf der falschen Seite vom See war und so kam es wie es kommen musste, dass ich 18:03 Uhr am Lift war .. und drei mal darf jetzt jeder Raten, wann hier Schalterschluss war. Nette Deutsche Touristen meinten dann, dass man da auch in einer guten Stunde am Lift entlang hoch laufen kann. Das war ja prima. Meine Wasservorräte gingen dann auch zur Neige und ich wurde so angespornt und war in 50 min oben, wo ich bereits erwartet wurde und erst einmal etwas Eisgekühltes einnehmen musste. Nach dieser absolut filmreifen Aktion waren wir also wieder vereint und schmiedeten schon wieder Pläne für die nächsten Tage. Da kein Bett mehr für uns frei war schoben, wir hier für die Nacht jeweils zwei Bänke zusammen. Als Toilette gab es hier übrigens nur ein Plumpsklo und weder fließend Wasser noch eine erfrischende Quelle.

RückblickDie ersten Sonnenstrahlen weckten mich dann am nächsten Morgen gegen um 6 und ich sah, wie alle Wolken im Tal lagen und wir hier oben auf der Hütte durchweg azurfarbenen Himmel bestaunen konnten. Daher beschloss ich den Predne Solisko (2093 m) als eine Art Morgenspaziergang zu besteigen, um die Aussicht genießen zu können! Als ich gegen um 8 wieder an der Hütte war, war diese schon vom Nebel gefangen. Wir frühstückten dann ausgiebig und bezahlten zusammen 340 SK (=8,10 €). Anscheinend waren wir die ersten auf diesem Weg, sodass wir das Glück hatten, 15 m vor uns eine mächtige Berggemse zu sehen, die aber kurz nachdem sie uns entdeckte in den Weiten des Berges verschwand. Dann kamen wir zu einer frischen Quelle, wo wir uns erfrischen konnten und die Wasservorräte auffüllten. Inzwischen waren die Berge verhangen und wir kamen irgendwann am Jamske Pleso (1447 m), wo wir uns dann dagegen entschieden, den Krivan (2494 m), seines Zeichens Nationalberg der Slowaken, zu besteigen, da man mit keiner guten Sicht rechnen konnte und es auch schon langsam anfing zu tröpfeln. Im Nachhinein ärgere ich mich ein bisschen, aber unter diesen Bedingungen macht es leider auch weniger Spaß. Wir liefen die Tatranska Magistrala, wo man durch den Wald einerseits von den Blicken in die schöne Landschaft, andererseits aber auch vor dem Regen geschützt war. Gegen Mittag erreichten wir Tri Studnicki, eigentlich war hier unser Mittag geplant, aber das ließen wir dann gleich fallen, weil es hier keinen Platz für uns gab, uns Hunde anbellten und wir eigentlich keine Lust hatten an diesem touristischen Knotenpunkt zu verweilen. Also liefen wir weiter und verließen den Bereich der Hohen Tatra und drangen in die Westliche Tatra ein, von dem wir dann auch nur älteres Kartenmaterial besaßen. Unser nächstes Ziel war dann die Vazecka Chata. Und alles, was wir vorfanden war eine Ruine. Also gab es keine Zeit im mittlerweile strömenden Regen zu verlieren und wir steuerten im Laufschritt in unmittelbarer Nähe zur Hauptverkehrsstraße Podbanske an, von wo aus wir eigentlich vorhatten, die Westliche Tatra zu bewandern. Nun, schon kurz vor Podbanske wurden wir von Grenzbeamten aufgehalten, die im Nieselregen eine Passkontrolle machten und meinten, dass wir hier nicht weiter wandern dürfen, weil das Grenzgebiet ist und am Folgetag sollten wir mit dem nächsten Bus nach Strbske Pleso. Wir gingen dann weiter zum Hotel Krivan, wo wir im Hotelrestaurant einkehrten (die ganze Stadt bot keine Möglichkeit des Imbisses). Wir checkten dann auch gleich im Hotel ein (1648 SK = 40,20 € - Übernachtung mit Abendbrot und Frühstück) und genossen den Abend im Hotel. Übrigens – wer vor hat, hier zu nächtigen, sollte nicht im Krivan sondern im Permon einchecken, da hier das gemeinsame Schwimmbad ist.

Bei leichtem Nieselregen fuhren wir mit dem Bus nach Strbske Pleso, liefen einmal um eben diesen und fuhren dann mit der Tatrabahn zurück nach Poprad. Dort haben wir uns dann etwas Verpflegung für die Rückfahrt gekauft und uns die wirklich sehenswerte Innenstadt von Poprad angeschaut. Am Abend ging es dann mit dem Nachtzug wieder Richtung Heimat. Früh am Morgen erreichten wir Prag und fuhren weiter nach Dresden und von hier mit dem Sachsenticket nach Hause.

Als Fazit des Urlaubes kann man sagen, dass es wirklich ein tolles Erlebnis war und wir trotz aller Strapazen viel gesehen haben. Es war für mich die erste Tour dieser Art und ich würde es gerne wiederholen, auch noch mal in die Hohe Tatra!

Zum Abschluss vielleicht noch ein paar nützliche Links für zukünftige Slowakeiurlauber:

www.outdoor-aktiv.com    thx :-) 
www.slowakei-net.de 
Slowakische Bahnen, Tarife, Tipps & Tricks 
www.cd.cz 
www.bahn.de 


Euer Sebastian

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